Ein Historett in Geh-Dur – Das Zeitalter des Investiturstreits nimmt seinen Anfang mit der abenteuerlichen Alpenüberquerung König Heinrichs IV. im Januar des Jahres 1077, die ihn vor die Tore der Burg von Canossa in Oberitalien führt. Dort hatte Papst Gregor VII. bei der Markgräfin Mathilde von Tuszien vor dem herannahenden König Schutz gesucht. Mit „Zwei Füße für ein Halleluha“ präsentieren Jochen Malmsheimer und Partner Uwe Rössler eine ebenso geistreich wie unterhaltsame Einführung in das Canossa-Thema. Wie weit kann man gehen, was zieht man an, wenn man den Papst trifft und was sind die Gründe für den groben Unfug, ein variationsloses Gefiepe und Gehupe „mittelalterliche Musik“ zu nennen?
Jochen Malmsheimer haucht dem Salierkaiser neues Leben ein und Uwe Rössler untermalt den vergnüglichen Ausflug in Alltag und Mentalität des Mittelalterns mit originellen Tönen und begeistert mit einem fulminanten Ritt durch die Musikgeschichte von Bach bis Brahms. Denn nichts ist, wie es war – Deo gratias et in excelis jubilo.