Foto: Alex Lipp

Axel Pätz

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Wir haben es geschafft. Willkommen im Anthropozän! Die Erde ist uns untertan, wir haben alles, was der Mensch braucht und was kein Menscehrh braucht, haben wir doppelt und dreifach. Das Wachstumsdogma ist unumstößlich, treibt uns schneller, höher, weiter auf der nach oben offenen must-have-Skala. Der Wohlstandsbürger besitzt statistisch zwei Autos, vier Mobiltelefone und eineinhalb Aufsitzrasenmäher. Dabei hat nur jeder fünfte einen Garten.

Und keiner kann der Maximierungsfalle entkommen. Daher spielt Axel Pätz in seinem aktuellen Soloprogramm sechshändig Klavier und Akkordeon, bedient simultan mit den Füßen eine lebensgroße Klappmaulpuppe und intoniert dazu ein sechsstimmiges Gregorianisches Obertonmadrigal.