Foto: Stefan Maria Rother

Nils Heinrich

probt den Aufstand

Juni 18

Mo Di Mi Do Fr Sa So
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7
20:00 Uhr Tickets
8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Aber gibt es nicht schon genug Leute, die den Aufstand proben? Heinrichs Aufstand ist ehrlicher. Weg von den angeblichen Zumutungen einer scheinbar komplett aus dem Ruder gelaufenen Welt. Hin zu den Schönheiten des Daseins. Weg von den Stöckchen, die jede Minute medial zum drüber springen hingehalten werden. Hin zu den kleinen Wundern, die keiner mehr sehen will. Wohldosierte Witzigkeit und intelligente Melancholie sind das Geheimrezept von Nils Heinrichs nachhaltigen Qualitätskalauern, die er über den Abend verteilt zum Vergnügen seiner Zuschauer ganz sanft in deren Gedanken ziseliert. Und zwar mit einem himmelblauen Holzhammer aus korsischem Kirschholz. Der listige Bühnenschelm ist bekannt als wohlige Ausnahme im nervigen Einerlei der heutigen Kleinkunstübersättigung. Er blendet nicht und fackelt nicht lange. Mit Puppen spielt er auch nicht rum. Auch lästige Lustigkeiten über seine Jugend mit Migrationshintergrund wird er nicht breitwalzen. Obwohl er Ostdeutscher ist. Stattdessen ist er einfach witzig.